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DBC und WBC Erfahrungsbericht by greenandbean

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Hi Leute, nun habe ich mich endlich aufgerafft, um Euch meine Sichtweise zu schildern, wie ich die DBC und die WBC erlebt habe.

Erst einmal ein riesengroßes Lob und Dank an das Team radical coffee (Wolfram und Tom) sowie an Natalie Andrich und Björn Dietrich, der sich spontan dazu entschlossen hat das ganze Equipment mit dem Auto nach London zufahren und auch vor Ort immer eine nützliche Hand war. Ebenso möchte ich Eric  Wolf und Steffi Heidemann danken, dass sie mir den Rücken freigehalten haben und mich bei La Marzocco auf dem Stand vertreten haben. Zuletzt möchte ich natürlich noch meiner Familie danken, die einen genervten Papa, Ehemann und Sohn ertragen mussten. Dank an alle, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.

Der Weg zum Deutschen Meister war weder kurz noch einfach. Leider gibt es für die Gründe, dass jemand Deutscher Meister wird, manchmal merkwürdige Sichtweisen im Internet, in Blogs und Foren. Besonders schade ist es, wenn die entsprechenden Personen weder vor Ort waren, sich auch nicht den Livestream der Meisterscahft angeschaut haben und sich ihr fundiertes Wissen über Gerüchte und Meinungen Dritter “erarbeitet” haben. Da wird von Gefallensdiensten und Vetternwirtschaft gesprochen, auf die Einladung, sich ein Bild vor Ort zumachen, hat bisher leider keiner reagiert.

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Auch wenn man die Meisterschaft verfolgt hat, ist man als Zuschauer nur in der Lage den Ablauf zu bewerten, die “Show”, die hingelegt wurde. Der Großteil der Bewertungskriterien besteht allerdings aus sensorischen Punkten, die nur die Jury schmecken, riechen und wahrnehmen kann. Als Zuschauer sollte man daher immer versuchen, eine Probe der Espresso oder Signaturedrinks zu bekommen, um sich auch hier ein Bild machen zu können. Die beste Show gewinnt nicht, sie hilft lediglich etwas.

Alle Teilnehmer an der DBC sind “lokale Heroes”, d.h. jeder Teilnehmer wird in seinem Shop von seinen Kunden verwöhnt: “hier gibt es den besten Cappuccino”, “Sie sind der Beste in der Stadt”. Dabei kommt es zu einer nicht objektiven Sichtweise des Betrachters. Auch ich bin schon darauf reingefallen. Bei meiner ersten Meisterschaft 2006 bin ich eigentlich nur hingefahren, um mir den Pokal abzuholen. Die Realität hat mich sehr schnell eingeholt: rums, voll auf die Fresse bekommen und heimgefahren mit dem letzten Platz. Und Warum? Weil ich nicht richtig vorbereitet war und die Anforderungen unterschätzt habe.

Was hat gefehlt?

  • kein tiefergehendes Verständnis der Regeln
  • keine Unterstützung / Team
  • zuwenig sensorisches Wissen
  • mit einem Kaffee angetreten, den ich nicht richtig gekannt habe
  • zuwenig Training und somit zuwenig Routine
  • die Situation unterschätzt: Wettkampf = sehr hoher Stressfaktor

Bei den Meisterschaften muss darauf geachtet werden, dass mit den neuesten Regeln gearbeitet wird. Die Regeln ändern sich von Jahr zu Jahr in kleinen Details, um die Bewertung immer detaillierter vornehmen zu können und dem Gesamtziel (Grenzen der Machbarkeit ausloten, herausragende Kaffeegetränke zubereiten) näher zu kommen. Zwei Beispiele sind die Änderung bei der Extraktionszeit für Espresso und die Änderung bezüglich der Farbe der Crema. Musste ein Espresso früher eine bestimmte Extraktionszeit einhalten, ist man heute relativ frei, wie lange eine Extraktion dauert. Das Ergebnis zählt, warum also einen schlechten Espresso mit 18 Sekunden Extraktionszeit servieren, wenn dieser mit 28 Sekunden genau das ist, was man zeigen möchte? Ebenso verhält es sich mit der Crema, bisher musste diese dunkelbraun mit einem Tigermuster sein. Warum? Schmeckt der Espresso im Tigerkostüm besser? Nein, eben nicht! Eventuell ist eine leichtere Röstung besser, um die Nuancen des Kaffees heraus zu arbeiten, mit dem Ergebnis einer etwas helleren Crema. Jede Regeländerung gibt dem Barsita mehr Möglichkeiten sich auszudrücken und seinem persönlichen Ziel näher zu kommen, man muss diese nur kennen und verstehen (hört mal in unseren Podcast hierzu rein). All dies soll die Fähigkeit und das Hintergrundwissen des Baristas  betonen. Es werden mehr Freiheiten zugelassen und dadurch auch mehr Platz geschafft für neue Wege bzw. mehr geschmackliche Farbe.

Wer mit einem Team anreist, hat weitere Vorteile: er wird entlastet. Es gibt viele Dinge, die man organisieren und vorbereiten muss, im Vorfeld und bei der Meisterschaft selbst. Oft überträgt sich die Hektik der Vorbereitung auf die Präsentation im Wettkampf und dadurch entsteht kein harmonischer “Flow”.

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Auf die sensorischen Aspekte gibt es die meisten Punkte, sucht Euch daher so früh als möglich einen Kaffee, der EUCH besonders gut schmeckt. Findet soviel Information wie möglich über diesen Kaffee heraus. Arbeitet das Geschmacksprofil des Kaffees aus. Durch extreme Vorgehensweisen, wie z.B. Unterextrahieren und Überextrahieren, findet ihr die perfekte Balance des Kaffees. Verändert danach das Röstprofil um den Kaffee perfekt auf seine Nuancen abzustimmen. Diese Vorbereitungsphase hat uns am meisten Zeit geraubt, ca. 6 Monate. Solche Sachen werden von Wettkampf zu Wettkampf schneller funktionieren (Routine), somit bleibt mehr Zeit für andere Sachen wie Perfektionierung der Arbeitsabläufe oder der Präsentation. Es ist ein perfektes Zusammenspiel von “Coffeehunting”, Rösten, Sensorik, Baristatechnik/Extraktion und Entertainment. Je besser diese 5 Teile strukturiert werden, desto besser ist die Vorbereitung und somit sind die Chancen höher, vorne mitzuspielen.

Das Training habe ich in drei getrennte Teile (Espresso, Cappuccino und Signaturedrink) gesplittet. Am Anfang könnt Ihr mit irgend einem Kaffee die Abläufe trainieren. Ihr solltet aber so schnell wie möglich Euren Kaffee finden, damit Ihr Eure Präsentation des Kaffees und den Signaturedrink mit ins Training einbauen könnt. Parallel dazu solltet Ihr das Geschmacksprofil des Kaffees ausarbeiten,  das setzt Informationen bzw. Hintergrundwissen zum Kaffee voraus (wichtig für die Präsentation und das Ausarbeiten des Röstprofils). Dies alles dient dazu den Stressfaktor während eines Wettkampfes so niedrig wie möglich zu halten. Denn durch langfristiges Training und ein gutes eingespieltes Team könnt Ihr Fehler minimieren und Ihr seid auf besondere Situationen eingestellt. Somit kann man besser und freier agieren, ohne in Panik zu verfallen. Kein Stress = Spaß auf der Bühne und das können die kleinen Nuancen zum Sieg sein.

Persönlich habe ich die DBC und die WBC als sehr familiär erlebt. Es wurde zusammen gearbeitet und sich geholfen, in allen Bereichen. Jeder hat den anderen mit Respekt behandelt. Die Möglichkeit, sich mit den anderen Teilnehmer auszutauschen ist außerdem ein Gewinn. Die Unterschiede zwischen der Deutschen Meisterschaft und der Weltmeisterschaft wird in der Auswahl der Kaffees deutlich, das Niveau bei der Weltmeisterschaft ist deutlich höher und die farbenfroher, da nationale und eigene Präferenzen deutlicher sind. Wir konnten natürlich sehr viel verschiedene Kaffees probieren und wieder erkennen: es gibt keinen “besten Kaffee”. Wenn Kaffee richtig zubereitet wird, schmeckt dieser immer wunderbar.

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Dinge müssen angepackt werden, damit man etwas erreicht. Kein Team? Leute suchen, Interessen ausloten, Spass haben, sich vorbereiten. Keinen guten Kaffee? Röstereien fragen, ob sie unterstützen, viele Gespräche führen und frühzeitig beginnen. Wenn man es nicht anpackt, gibt es auch kein Ergebnis, Aussagen wie “ich habe halt kein Team”, “ich habe halt keinen guten Kaffee” zählen nicht. Wer bei der Weltmeisterschaft im Fussball verliert, kann sich auch nicht sagen, dass er vorher “noch nie gekickt hat”. Es ist immens wichtig zu verstehen, dass es hier um eine Meisterschaft geht. Und ganz wichtig: jeder von uns hat Spass daran, sich auszutauschen. Wenn Ihr mitmachen wollt und Fragen habt, kommt doch einfach auf uns zu oder fragt einen der anderen Teilnehmer.

WBC - Deutschland ist im Semifinale by wolfram

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Es ist unglaublich, wir haben es unter die besten zwölf Teilnehmer der Welt geschafft. Deutschland tritt im Semifinale morgen nochmals gegen die besten an. Drückt uns die Daumen, einen ausführlichen Bericht reichen wir nach der Meisterschaft nach.

Folgend findet Ihr die Startreihenfolge für morgen, jubelt für uns mit.

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Erster WBC-Tag in London, Vorbereitungen by wolfram

Der erste WBC-Tag in London geht zu Ende. Nach einigen Erledigungen, die wir früh morgens noch machen mussten, haben wir uns mit den anderen WBC-Teilnehmern, den Baristameistern aus über 50 Nationen, getroffen. In einem ersten Meeting wurden die Regeln, der Ablauf und andere Themen besprochen und man hatte die Chance, sich ein erstes mal auszutauschen.

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  • Anthony Calvez, Frankreich

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  • Anna Käppeli, Schweiz

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  • Gwylim Davies, aktueller Barista-Weltmeister, England

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  • Søren Stiller Markussen, Dänemark
  • Roberts Mbabazi, Uganda
  • Tom Schweiger, Deutschland

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Goran Huber, Österreich

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So (!!!) muss ein Pokal aussehen.

Der Meister ist auf dem Weg by tomschiessl

AbfahrtLondon

AbfahrtLondon

Zwei Wochen nach der Kaffeeolympiade in Deutschland, nach einigen Caterings, einem TV-Auftritt und natürlich noch einigem Training ist Tom Schweiger nun endlich auf dem Weg nach London um Deutschland bei der Worldbaristachampionship 2010 zu vertreten.

Gestern waren Natalie Andrich und ich  zu einem letzten Training in Ansbach.  Nach dem Training war Packen für London angesagt, dann noch ein kühles Bier bei Tom zu Hause und früh ins Bett. Heute Morgen um 4.30 Uhr sind wir aufgestanden und dann von Ansbach nach Frankfurt zu Wolfram gefahren. Dort haben wir uns mit Björn Dietrich getroffen, die Autos umgeladen und um 9.30 Uhr haben sich Tom und Björn auf die Reise nach London gemacht. Natalie, Wolfram und ich fliegen heute Nachmittag auch auf die Insel um Tom vor Ort die bestmögliche Unterstützung zu geben.

Wir freuen uns alle schon auf London und auf die vielen anderen Leute, die dort sein werden! Wer nicht live dabei sein kann, kann sich die Präsentationen im Internet unter http://www.worldbaristachampionship.com/ ansehen und für Tom die Daumen drücken. Startzeit für Deutschland  ist bis jetzt Mittwoch, 23.06.2010, 13.45 Uhr unserer Zeit (12.45 Uhr Londoner Zeit).

Wir versuchen euch von London aus auch auf dem neusten Stand zu halten. See you in London!

Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft by tomschiessl

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Es ist schon wieder zwei Wochen her, als sich einige von uns “Kaffeeverückten” in Hamburg auf der Coteca getroffen hatten und wir auf der Kaffeeolympiade viel Spaß und gute Wettkämpfe hatten. Thomas Schweiger ist neuer deutscher Barista Meister 2010 geworden und er hat es wirklich verdient! Seit Jahren ist er immer mit am Start, wenn es heißt vier Espressos, vier Cappuccinos und vier Eigenkreationen zuzubereiten und sich den kritischen Augen und Geschmacksnerven einer Jury zu stellen.

Ich selbst bin auch immer gerne dabei, 2009 konnte ich leider aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen, aber das Fieber hat mich damals auch schon wieder gepackt. 2010 war es dann auch für mich wieder soweit und mit Wolfram Sorg und Tom Schweiger hatte ich zwei Gleichgesinnte gefunden um mich auf die Meisterschaft vorzubereiten.  Wir hatten das letzte Jahr enorm viel Spaß und beschäftigten uns intensiv mit dem Thema Kaffee und Meisterschaft.  Das ist auch ein wichtiger Punkt an den Meisterschaften der SCAE, man setzt sich intensiv mit der Thematik Kaffee auseinander. Welchen Kaffee verwende ich, welches Röstprofil verwende ich, wie alt soll mein Kaffee sein, was harmoniert in meinem Signature Drink mit Kaffee, was will ich zeigen und noch einiges mehr. Über die Meisterschaften kann jeder seine eigene Meinung haben, für mich ist es aber eine schöne Erfahrung, wichtig, um noch besser zu werden und immer wieder Leute zu treffen,  die auch immer noch mehr lernen möchten.  Ein wichtiger Punkt, den ich auch allen ans Herz legen möchte, die überlegen mitzumachen: kennt die Regeln und spielt innerhalb der Regeln. Es gewinnt nicht derjenige, der die beste Präsentation abliefert, sondern derjenige, der auf der Bühne die geschmacklich besten Getränke zubereitet (und gut präsentiert).

Was ich dieses Jahr auch gelernt habe: nur im Team kann man wirklich stark sein. Wolfram und Tom Schweiger waren und sind sehr gute Teamkollegen.  Jeder von uns hat seine eigenen Ecken und Kanten, aber wir ergänzen uns, vertrauen einander,  treiben uns gegenseitig an und lieben guten Kaffee.  Der einzige Nachteil im Team ist, es kann nur einer Meister werden ;-).  Die Platzierungen dieses Jahr zeigen auch wie wichtig ein Team ist.  Der Vizemeister gehört ja auch schon fast zur Familie, Glückwünsche an dieser Stelle auch an Björn Dietrich aus Hamburg.  Ich selbst habe dieses Jahr auch wieder einige Fehler gemacht und durch die Besprechung meiner Bewertungsbögen mit der Jury daraus gelernt, was ich nächstes Jahr verbessern kann.  Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft, ich bin nächstes Jahr auf alle Fälle wieder mit dabei und bin erst zufrieden, wenn es ein Barista aus Deutschland auch auf der WBC ins Finale schafft, besser gesagt, wenn ich es auch einmal schaffe. Es ist ein schöner und lehrreicher Weg zu diesem Ziel! Ich möchte hier auch allen anderen Finalisten meine Glückwünsche aussprechen und denke, jeder kann aus seinen Fehlern für nächstes Jahr lernen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den Organisatoren, den freiwilligen Helfern und bei den Juroren recht herzlich für die gelungene Kaffeeolympiade 2010 bedanken!  Jetzt gilt es erst noch zusammen mit Tom Schweiger nach London zu fliegen und ihn dort bestmöglich zu unterstützen. Heute war das letzte Training in Ansbach und ich freue mich schon auf morgen Abend in London!

Drückt die Daumen am Mittwoch um 12.45 Uhr Londoner Zeit für unseren deutschen Barista Meister 2010! Das Rezept für meinen Signature Drink reiche ich nach London an dieser Stelle nach :-)

Show us some lovin… by wolfram

Bei der Deutschen Baristameisterschaft haben wir gut abgeschnitten und können Deutschland in der kommenden Woche bei der Barista Weltmeisterschaft in London vertreten. Tom Schweiger tritt als Deutscher Meister 2010 für uns an.

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Für alle, die uns in London unterstützen möchten, werden wir T-Shirts mit nach London bringen. Sprecht uns an, wir verteilen diese, solange wir welche haben.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Prorista, dem Hersteller des neuen Tamperbell Tampers. Prorista war so freundlich die T-Shirt zu sponsorn.

Party der Deutschen Baristagilde by wolfram

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DBC-Bootcamp Tagebuch - Tag 1 by wolfram

Für diejenigen, die zum ersten mal über unseren Blog stolpern, kurz eine Einleitung. Tom, Tom und ich nehmen dieses Jahr an der Deutschen Baristameisterschaft in Hamburg teil. Wir bereiten uns seit knapp einem Jahr darauf vor und haben uns einen Zeitraum von zwei Wochen für ein intensives “Bootcamp” vor der Meisterschaft reserviert. Die Meisterschaft ist in zwei Wochen, entsprechend trainieren wir ab sofort mit brutalster Härte und kompromissloser Zielstrebigkeit, immer das Ziel vor dem inneren Auge: vor lauter Koffein nicht aus den Schuhen fallen!

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Nach dem Aufbautag, der mit zehn Stunden Umbaumaßnahmen, Zubehör sortieren, aufbauen und verstauen, doch recht lang geraten ist, haben wir gestern unseren ersten Trainingstag absolviert. Für die Meisterschaft bringen wir eigene Kaffees mit, die wir aus zahlreichen Kaffees ausgewählt und selbst geröstet haben. Dank Bernd Braune von Supremo und Alfons Schramer von Mondo del Caffè hatten wir Zugang zu zahlreichen Rohkaffees, aus denen wir letztlich eine Menge von zehn Kaffees in die engere Wahl genommen haben. Vielen Dank an dieser Stelle für die großartige Unterstützung!

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Alle unsere Kaffees haben wir regelmäßig verkostet, um unterschiedliche Röstprofile gegeneinander zu vergleichen, diese zu optimieren und zu prüfen, wie die Kaffees altern. Wieviele Tage nach der Röstung erreicht der jeweilige Kaffee sein geschmacklich und aromatisch bestes Profil? Nach der vielen Vorbereitung haben wir die letzten Kandidaten gestern letztmalig verkostet und unseren Favoriten herausgesucht, für alle anderen Kandidaten ist nach dem Re-Re-Call nun Schluss.

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Vorbereitung auf die Deutsche Baristameisterschaft by wolfram

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Wir trainieren dieses Wochenende wieder für die DBC, wenn Ihr Fragen für Eure eigene Vorbereitung habt, erreicht Ihr uns über twitter, Email und als Kommentar im Blog.

Wenn die Zeit reicht, nehmen wir einen weiteren Podcast auf. Auch hier gehen wir gerne auf Fragen ein.

Meldet Euch!

Selbstreflektionen by wolfram

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Manchmal ist es zum verzweifeln: bei aller Freude darüber, dass kleine Röstereien neu entstehen, erschreckt es mich, wie unreflektiert doch oft gearbeitet wird. Was ich meine?

Wie kann es sein, dass eine kleine Rösterei einen Ausschank und ein kleines Kaffee betreibt, im Verkauf mit zehn oder mehr unterschiedlichen Sorten Kaffee wirbt und sich auf der Getränkekarte lediglich Espresso, Espresso Macchiato, Cappuccino und Latte Macchiato finden, aber auch Darjeeling, Earl Grey, Früchtetee, Weißer Tee, Kamillentee und Pfefferminztee. Genau genommen ist die Teekarte wesentlich differenzierter, listet diese doch unterschiedliche Teesorten auf, hingegen kann man nur “Espresso” trinken.

Wie soll der Konsument jemals lernen, wie vielseitig Kaffee sein kann, wenn wir es ihm nicht richtig vermitteln? Was ist so schwierig daran, wenigstens zwei bis drei unterschiedliche Kaffeesorten als Espresso anzubieten und eine Auswahl an Kaffees? Holt die Kunden ab, zeigt ihnen was Kaffee sein kann, erklärt Eure Kaffees und deren Charakter. Espresso gibt es an jeder Ecke, richtig guten findet man hingegen selten, noch seltener eine gewisse Auswahl.

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